Chronotrope Inkompetenz
Chronotrope Inkompetenz ist ein unabhängiger Prädiktor für allgemeine und kardiovaskuläre Sterblichkeit. Die Erkrankung ist insbesondere bei Personen mit Herzinsuffizienz sehr häufig. Bemerkenswert ist, dass Betablocker trotz ihrer negativen chronotropen Wirkung die chronotrope Kompetenz bei Patienten mit Herzinsuffizienz erhöhen. Bei Personen, die nicht an Herzinsuffizienz leiden, kann eine chronotrope Inkompetenz durch Betablocker, Amiodaron oder Digitalisglykoside verursacht werden. Eine Sinusknotendysfunktion ist eine weitere häufige Ursache von chronotroper Inkompetenz.
Definition von chronotroper Inkompetenz
Chronotrope Inkompetenz ist definiert als Unfähigkeit, 80% der erwarteten maximalen Herzfrequenz zu erreichen (altersbereinigt). Zur Diagnose ist es also notwendig, einen Belastungstest durchzuführen. Hierbei ist es von grundlegender Bedeutung, dass der Patient tatsächlich eine maximale Belastung erreicht. Es sind nur zwei Variablen erforderlich, um festzustellen, ob eine chronotrope Inkompetenz besteht, nämlich Alter und Herzfrequenz. Es wird folgende Gleichung verwendet:
Formel 1. Schätzung der maximalen Herzfrequenz.
Der Zähler entspricht dem erreichten Herzfrequenzanstieg und der Nenner gibt den erwartete Herzfrequenzanstieg an. Somit gibt die Formel in Prozent an, wie groß der tatsächliche Herzfrequenzanstieg im Verhältnis zum erwarteten Anstieg war. Der Cut-off für chronotrope Inkompetenz beträgt 80% (d.h. bei weniger als 80% wird chronotrope Inkompetenz diagnostiziert)
Behandlung der chronotropen Inkompetenz
Die Behandlung der chronotropen Inkompetenz und anderer Bradyarrhythmien wird in der Behandlung von Bradyarrhythmien diskutiert.