lädt…
F44 Dissoziative Störungen [Konversionsstörungen]
ZurückF44.0Dissoziative AmnesieKategorieF44.1Dissoziative FugueKategorieF44.2Dissoziativer StuporKategorieF44.3Trance- und BesessenheitszuständeKategorieF44.4Dissoziative BewegungsstörungenKategorieF44.5Dissoziative KrampfanfälleKategorieF44.6Dissoziative Sensibilitäts- und EmpfindungsstörungenKategorieF44.7Dissoziative Störungen [Konversionsstörungen], gemischtKategorieF44.8Sonstige dissoziative Störungen [Konversionsstörungen]Kategorie4 →F44.80Ganser-SyndromKategorieF44.81Multiple Persönlichkeit(sstörung)KategorieF44.82Transitorische dissoziative Störungen [Konversionsstörungen] in Kindheit und JugendKategorieF44.88Sonstige dissoziative Störungen [Konversionsstörungen]KategorieF44.9Dissoziative Störung [Konversionsstörung], nicht näher bezeichnetKategorie
Dreisteller
F44
Dissoziative Störungen [Konversionsstörungen]
BESCHREIBUNG
Das allgemeine Kennzeichen der dissoziativen oder Konversionsstörungen besteht in teilweisem oder völligem Verlust der normalen Integration der Erinnerung an die Vergangenheit, des Identitätsbewusstseins, der Wahrnehmung unmittelbarer Empfindungen sowie der Kontrolle von Körperbewegungen. Alle dissoziativen Störungen neigen nach einigen Wochen oder Monaten zur Remission, besonders wenn der Beginn mit einem traumatisierenden Lebensereignis verbunden ist. Eher chronische Störungen, besonders Lähmungen und Gefühlsstörungen, entwickeln sich, wenn der Beginn mit unlösbaren Problemen oder interpersonalen Schwierigkeiten verbunden ist. Diese Störungen wurden früher als verschiedene Formen der "Konversionsneurose oder Hysterie" klassifiziert. Sie werden als ursächlich psychogen angesehen, in enger zeitlicher Verbindung mit traumatisierenden Ereignissen, unlösbaren oder unerträglichen Konflikten oder gestörten Beziehungen. Die Symptome verkörpern häufig das Konzept der betroffenen Person, wie sich eine körperliche Krankheit manifestieren müsste. Körperliche Untersuchung und Befragungen geben keinen Hinweis auf eine bekannte somatische oder neurologische Krankheit. Zusätzlich ist der Funktionsverlust offensichtlich Ausdruck emotionaler Konflikte oder Bedürfnisse. Die Symptome können sich in enger Beziehung zu psychischer Belastung entwickeln und erscheinen oft plötzlich. Nur Störungen der körperlichen Funktionen, die normalerweise unter willentlicher Kontrolle stehen, und Verlust der sinnlichen Wahrnehmung sind hier eingeschlossen. Störungen mit Schmerz und anderen komplexen körperlichen Empfindungen, die durch das vegetative Nervensystem vermittelt werden, sind unter Somatisierungsstörungen (F45.0) zu klassifizieren. Die Möglichkeit eines späteren Auftretens ernsthafter körperlicher oder psychiatrischer Störungen muss immer mitbedacht werden.
INKLUSIVE
Hysterie
Hysterische Psychose
Konversionshysterie
Konversionsreaktion
Hysterische Psychose
Konversionshysterie
Konversionsreaktion
EXKLUSIVE
Simulation [bewusste Simulation] Z76.8
- Kapitel
- V · Psychische und Verhaltensstörungen
- Abschnitt
- F40-F48
- Gültig ab
- 2026-01-01
Quelle
BfArM ICD-10-GM (ClaML + Metadaten), Ausgabe 2026.