Pulmonalklappeninsuffizienz

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Pulmonalklappeninsuffizienz

Die Mehrheit aller Erwachsenen weist eine geringe Pulmonalklappeninsuffizienz auf, was als Normalbefund angesehen wird. Die Insuffizienz führt dazu, dass Blut während der Diastole von der Pulmonalarterien in den rechten Ventrikel zurückfließt. Die häufigste Ursache einer abnormalen Pulmonalklappeninsuffizienz ist die pulmonale Hypertonie. Tabelle 1 zeigt die Ursachen der Pulmonalklappeninsuffizienz.

Eine leichte Pulmonalklappeninsuffizienz ist ein echokardiographischer Normalbefund, der keiner weiteren Abklärung bedarf.

Tabelle 1. Ursachen der Pulmonalklappeninsuffizienz
Pulmonale Hypertonie
Endokarditis
Myxom
Karzinoidherzerkankungen
Fallot-Tetralogie
Marfan-Syndrom
Takayasus Arteriitis
Iatrogen (z.B. Komplikation eines Herzkatheters)
Kongenitale Dysplasie/Aplasie der Pulmonalklappe
Idiopathische Lungenarteriendilatation
**Ursachen der Pulmonalklappeninsuffizienz**

Eine Pulmonalklappeninsuffizienz führt zu einer rechtsventrikulären Volumenüberlastung, die nach und nach zu einer rechtsventrikulären Insuffizienz führt. Der Ventrikel und der rechtsventrikuläre Ausflusstrakt dilatieren, was die Insuffizienz weiter verschärft. Der proximale Teil der Pulmonalarterie kann auch bei Patienten mit pulmonaler Hypertonie erweitert sein.

Echokardiographie bei Pulmonalklappeninsuffizienz

Die Echokardiographie ist das bildgebende Verfahren der Wahl für die Diagnose einer Pulmonalklappeninsuffizienz. Der kontinuierliche Doppler durch die Pulmonalklappe zeigt einen zurückströmenden Blutfluss im parasternalen Kurzachsenschnitt. Druckgradienten und Druckhalbwertszeit (PHT) werden ebenfalls mit kontinuierlichem Doppler geschätzt. Ein dichter Insuffizienzjet mit schneller Dezeleration (kurze PHT) deutet auf eine schwere Insuffizienz hin. Die Leckage endet normalerweise früh in der Diastole, was anhand der Spektralkurve, die vor Ende der Diastole die Grundlinie erreicht, erkennbar wird.

Aktualisiert 15. Januar 2025