Dieser Fall zeigt bei einem Patienten mit koronarer Bypass-Operation den Verlauf von der ventrikulären Tachykardie (VT) über Kammerflimmern bis zum Schock, zur Asystolie danach und zur Wiederkehr eines supraventrikulären Rhythmus. Jede Registrierung zeigt zwei Ableitungen, die gleichzeitig aufgezeichnet wurden.
| Geschlecht | Alter | Anamnese | Medikation |
|---|---|---|---|
| Männlich | 62 Jahre | Koronare Bypass-Operation, Arrhythmien in der Vorgeschichte | Betablocker |
Fragen zum Fall
- Welches arrhythmogene Substrat ist bei diesem Patienten am wahrscheinlichsten? (Siehe Ursachen des plötzlichen Herzstillstands.)
- Warum folgt auf den Schock eine Asystolie, und wie ist weiter vorzugehen?
EKG 1. Sinusrhythmus, unterbrochen durch eine ventrikuläre Tachykardie (VT).
EKG 2. Ventrikuläre Tachykardie (VT).
EKG 3. Kammerflimmern.
EKG 4. Kammerflimmern.
EKG 5. Kammerflimmern.
EKG 6. Schockabgabe, gefolgt von Asystolie.
EKG 7. Asystolie nach dem Schock.
EKG 8. Wiederkehr eines supraventrikulären Rhythmus.
EKG 9. Supraventrikulärer Rhythmus.
Lernpunkte
- Eine postoperative oder postischämische Narbe nach koronarer Herzkrankheit ist ein häufiges Substrat für ventrikuläre Tachyarrhythmien.
- Die Asystolie unmittelbar nach dem Schock ist meist eine kurze, durch die Defibrillation bedingte Pause. Die Reanimation wird nach dem Schock ohne Verzögerung mit Thoraxkompressionen fortgesetzt, bis der Rhythmus bei der nächsten Analyse neu beurteilt wird.