Spirometriewerte werden stets gegen den Sollwert für Geschlecht, Alter, Körpergröße und ethnische Herkunft interpretiert — nicht gegen absolute Zahlen. Seit 2022 wird der z-Score mit der unteren Normgrenze bei z = −1,64 (fünfte Perzentile) gegenüber festen Prozentgrenzen empfohlen.
Parameter am Krankenbett
Spirometrie
| Parameter | Bedeutung |
|---|---|
| FEV₁ | Forciertes exspiratorisches Volumen in der ersten Sekunde |
| FVC | Forcierte Vitalkapazität |
| FEV₁/FVC | Der Quotient, der die Obstruktion definiert |
| PEF | Peak expiratory flow — eher die Variabilität als der Absolutwert |
| TLC | Totale Lungenkapazität, erfordert eine Bodyplethysmografie |
| DLCO | Diffusionskapazität für Kohlenmonoxid |
Obstruktives Muster: FEV₁/FVC unter der unteren Normgrenze (traditionell < 0,70). Restriktives Muster: verminderte TLC — lässt sich mit der Spirometrie allein nicht feststellen, ist aber bei niedriger FVC mit normalem oder hohem Quotienten zu vermuten.
Reversibilität: ein Anstieg von FEV₁ oder FVC um > 10 % des Sollwerts nach Bronchodilatator spricht für ein Asthma.
Schweregrad bei COPD
Arterielle Blutgasanalyse
Typ-1-Ateminsuffizienz: PaO₂ < 8 kPa bei normalem oder niedrigem PaCO₂ — ein Oxygenierungsproblem. Typ 2: PaO₂ < 8 kPa mit PaCO₂ > 6,5 kPa — ein Ventilationsproblem.
Abgeleitete Größen
| Größe | Formel | Normal |
|---|---|---|
| P/F-Quotient | PaO₂ (kPa) / FiO₂ | > 53 kPa (> 400 mmHg) |
| Alveoläre Gasgleichung | PAO₂ = FiO₂ × (Patm − PH₂O) − PaCO₂/R | R ≈ 0,8 |
| A-a-Gradient | PAO₂ − PaO₂ | < 2 kPa bei jungen Menschen; nimmt mit dem Alter zu |
| Anionenlücke | Na − (Cl + HCO₃) | 8–16 mmol/l |
ARDS nach der Berlin-Definition
| Grad | P/F-Quotient bei PEEP ≥ 5 cmH₂O |
|---|---|
| Leicht | 26,6–40 kPa (200–300 mmHg) |
| Mittelgradig | 13,3–26,6 kPa (100–200 mmHg) |
| Schwer | ≤ 13,3 kPa (≤ 100 mmHg) |
Siehe die intensivmedizinischen Parameter für die Beatmungseinstellungen.
Sauerstoffziele
Für die meisten eine Sättigung von 92–96 % anstreben und 88–92 % bei Risiko einer Kohlendioxidretention (COPD, Adipositas-Hypoventilation, neuromuskuläre Erkrankung). Sowohl eine Hypoxie als auch eine großzügige Sauerstoffgabe sind mit schlechteren Ergebnissen assoziiert.