Plötzlicher Herzstillstand: Fall 1

Dieser Fall zeigt den Übergang von einer nicht anhaltenden polymorphen ventrikulären Tachykardie (VT) über Kammerflattern in Kammerflimmern. Jede Registrierung zeigt zwei Ableitungen, die gleichzeitig aufgezeichnet wurden. Die Registrierungen sind in zeitlicher Reihenfolge angeordnet. Beurteilen Sie zu jedem EKG den Rhythmus und die hämodynamische Konsequenz, bevor Sie die Beschriftung lesen. Grundlagen zu den Rhythmen finden Sie in Rhythmusstörungen vor und während des Herzstillstands.

Geschlecht Alter Anamnese Medikation
Weiblich 72 Jahre Herzinsuffizienz Digoxin, Chinidin

Fragen zum Fall

EKG 1 (Fall 1): Die ersten Schläge sind supraventrikuläre Schläge im SinusrhythmusEKG 1. Die ersten Schläge sind supraventrikuläre Schläge im Sinusrhythmus. Nach dem 4. Schlag tritt eine kurze Salve einer polymorphen ventrikulären Tachykardie (VT) auf. Die VT terminiert nach wenigen Schlägen spontan und tritt erneut auf.

EKG 2 (Fall 1): KammerflatternEKG 2. Kammerflattern.

EKG 3 (Fall 1): KammerflatternEKG 3. Kammerflattern.

EKG 4 (Fall 1): KammerflatternEKG 4. Kammerflattern.

EKG 5 (Fall 1): Kammerflattern mit Übergang in KammerflimmernEKG 5. Kammerflattern mit Übergang in Kammerflimmern.

EKG 6 (Fall 1): Kammerflattern mit Übergang in KammerflimmernEKG 6. Kammerflattern mit Übergang in Kammerflimmern.

EKG 7 (Fall 1): KammerflimmernEKG 7. Kammerflimmern.

EKG 8 (Fall 1): KammerflimmernEKG 8. Kammerflimmern.

Lernpunkte

  • Eine nicht anhaltende polymorphe VT kann Vorbote eines Herzstillstands sein, weil sie jederzeit in Kammerflattern und Kammerflimmern übergehen kann.
  • Kammerflattern (regelmäßige, sinusförmige Kurve mit hoher Frequenz) und Kammerflimmern sind beide defibrillierbare Rhythmen und werden gleich behandelt: sofortige Thoraxkompressionen und Defibrillation (siehe Erweiterte Reanimationsmaßnahmen (ALS)).
  • Medikamente und Elektrolytstörungen sollten bei Herzinsuffizienz stets als Auslöser mitbedacht werden.

Aktualisiert 17. Oktober 2026