Corlopam
Das einzige Blutdruckmittel, das die Nierenperfusion erhöht, während der Druck sinkt. Selektiver D1-Agonist ohne Alpha- oder Betawirkung, mit Wirkungseintritt innerhalb von Minuten und Dauer unter einer Stunde — theoretisch attraktiv bei hypertensiver Krise mit Nierenbeteiligung, aber ohne dokumentierten Benefit auf harte Endpunkte.
Erhöht den Augeninnendruck — vermeiden bei Glaukom und erhöhtem intrakraniellem Druck. Verursacht dosisabhängige Hypokaliämie.
| Indikation | Dosierung | Hinweis |
|---|---|---|
| Hypertensive Krise | Startdosis 0,1 µg/kg/min i.v. | kein Bolus |
| Titration | um 0,05–0,1 µg/kg/min alle 15 Minuten erhöhen | engere Titration führt zu Reflextachykardie |
| Maximaldosis | 1,6 µg/kg/min i.v. | selten notwendig |
| Hypertensive Krise mit Niereninsuffizienz | 0,1–0,3 µg/kg/min i.v. | erhält oder erhöht die Nierenperfusion |
Keine Dosisanpassung. Nierenperfusion und Natriurese steigen während der Behandlung.
Keine etablierte Anpassung; nach Wirkung titrieren.
0,2–0,8 µg/kg/min i.v. Kinder benötigen oft höhere Dosen pro Kilogramm als Erwachsene.
Vermeiden bei Glaukom, erhöhtem intrakraniellem Druck und bei Patienten mit bestehender Hypokaliämie. Das Präparat hat keinen dokumentierten Vorteil gegenüber Nicardipin oder Clevipidin auf patientennahe Endpunkte.