Fosamax · Alendronat Sandoz · Fosavance
Mittel der ersten Wahl bei Osteoporose und die am besten belegte frakturvorbeugende Behandlung in der Primärversorgung. Die Wirksamkeit bei Wirbel- und Hüftfraktur ist gut belegt, steht und fällt aber damit, dass der Patient die Einnahmeregel einhält und einen ausreichenden Calcium- und Vitamin-D-Status hat. Nach fünf Jahren sollte die Behandlung überprüft und häufig pausiert werden.
Die Tablette ist stark schleimhautreizend. Bei liegender Einnahme, zu wenig Wasser oder bei Patienten mit Ösophagusstenose oder Achalasie kann sie Ösophagitis, Ulkus und Striktur verursachen — deshalb mindestens 30 Minuten nach der Einnahme aufrecht bleiben.
| Indikation | Dosierung | Hinweis |
|---|---|---|
| Postmenopausale Osteoporose | 70 mg p.o. einmal pro Woche | Wochendosis verursacht weniger Ösophagusbeschwerden als tägliche Gabe |
| Osteoporose beim Mann | 70 mg p.o. einmal pro Woche | gleiche Dosis wie bei der Frau |
| Kortikosteroid-induzierte Osteoporose | 70 mg p.o. einmal pro Woche ab Behandlungsbeginn | erwägen bei ≥ 3 Monaten Steroidbehandlung |
| Gleichzeitige Substitution | Calcium 500–1000 mg und Vitamin D 800 IE täglich | Mangel vor Beginn korrigieren |
| Behandlungsdauer | nach 5 Jahren überprüfen, Pause bei geringem Restrisiko | bei sehr hohem Frakturrisiko fortführen |
Bei eGFR < 35 ml/min nicht empfohlen — unzureichende Dokumentation und Risiko für adynamische Knochenerkrankung.
Keine Dosisanpassung; wird nicht hepatisch metabolisiert.
Nicht routinemäßig bei Kindern eingesetzt; nur durch Spezialisten bei Osteogenesis imperfecta.
Alendronat nicht einleiten, bevor ein Vitamin-D-Mangel korrigiert ist — Bisphosphonat bei niedrigem 25-OH-Vitamin D kann symptomatische Hypokalzämie auslösen und die Behandlungswirkung bleibt ohnehin aus. Auch bei Patienten vermeiden, die nicht 30 Minuten nach der Tablette aufrecht sitzen oder stehen können.