HMG-CoA-Reduktase-Hemmer

Atorvastatin

Lipitor · Atorvastatin Krka

Hochintensives Statin mit langer Halbwertszeit, das im Gegensatz zu Simvastatin zu jeder Tageszeit eingenommen werden kann. Muskelschmerzen werden häufig berichtet, aber in verblindeten Überprüfungen selten bestätigt.

WARNHINWEIS

Rhabdomyolyse ist selten aber schwerwiegend. Das Risiko steigt bei hohen Dosen in Kombination mit CYP3A4-Hemmern, Fibraten oder eingeschränkter Nierenfunktion.

Dosierung bei Erwachsenen

Nach Indikationuppdaterad 2026-08-19
IndikationDosierungHinweis
Sekundärprävention, sehr hohes Risiko40–80 mg p.o. täglichLDL-Ziel < 1,4 mmol/l
Primärprävention, hohes Risiko20–40 mg p.o. täglichLDL-Ziel < 1,8 mmol/l
Nach akutem Koronarsyndrom80 mg p.o. täglich ab Beginnwährend des Krankenhausaufenthalts einleiten
Bei Statinintoleranz10 mg jeden zweiten Tag, auftitrierenmit verblindeter Überprüfung auswerten
Niereninsuffizienz

Keine Anpassung; wird nicht renal ausgeschieden.

Leberfunktionsstörung

Kontraindiziert bei aktiver Lebererkrankung und ungeklärter Transaminaseerhöhung.

Kinder

Ab 10 Jahren bei familiärer Hypercholesterinämie, durch Kinderfacharzt.

Fallstrick

Nicht dauerhaft absetzen bei Myalgie ohne erneuten Versuch — die meisten Patienten, die Statinmyalgie berichten, tolerieren dasselbe Präparat bei verblindeter Überprüfung.

Pharmakokinetik

BIOVERFÜGB.
12 % (hoher First-Pass-Effekt)
Vd
381 l
14 h (aktive Metaboliten 20–30 h)
PROTEINBINDUNG
> 98 %
METABOLISMUS
CYP3A4
AUSSCHEIDUNG
Biliär
SUBSTRAT
OATP1B1
WIRKUNGSEINTRITT
Volle Lipidwirkung nach 2–4 Wochen

Nebenwirkungen nach Häufigkeit

≥ 10 %
Myalgie, Kopfschmerzen, gastrointestinale Beschwerden
1–10 %
Transaminaseerhöhung, Schlafstörungen, Hyperglykämie
< 1 %
Rhabdomyolyse, immunvermittelte nekrotisierende Myopathie, Leberschaden