Direkter Faktor-Xa-HemmerTHERAPIETREUE ERFORDERLICH

Apixaban

Eliquis

Direktwirkender Faktor-Xa-Hemmer mit fester Dosierung und ohne routinemäßiges Monitoring. Geringeres Risiko für intrakranielle Blutung als Warfarin — aber die kurze Halbwertszeit bewirkt, dass eine verpasste Dosis innerhalb von Stunden Wirkung zeigt.

WARNHINWEIS

Vorzeitiges Absetzen ohne Ersatz erhöht das Thromboserisiko. Spinale oder epidurale Punktion unter Behandlung kann ein spinales Hämatom verursachen.

Dosierung bei Erwachsenen

Nach Indikationuppdaterad 2026-08-19
IndikationDosierungHinweis
Vorhofflimmern5 mg × 2 p.o.kein Monitoring erforderlich
Vorhofflimmern, Dosisreduktion2,5 mg × 2 p.o.bei 2 von 3: Alter ≥ 80, Gewicht ≤ 60 kg, Kreatinin ≥ 133 µmol/l
Venöse Thromboembolie10 mg × 2 für 7 Tage → 5 mg × 2kein einleitendes NMH erforderlich
Verlängerte Sekundärprophylaxe2,5 mg × 2 nach 6 Monatenbei fortbestehendem Risiko
Niereninsuffizienz

Bei eGFR < 15 ml/min vermeiden. Dosisreduktion nach den obigen Kriterien, nicht allein nach eGFR.

Leberfunktionsstörung

Bei Child–Pugh C und bei Koagulopathie vermeiden.

Kinder

Nicht indiziert.

Fallstrick

Nicht auf Apixaban wechseln bei mechanischer Herzklappenprothese oder mittel- bis hochgradiger Mitralstenose — dort ist Warfarin weiterhin die einzige Option.

Pharmakokinetik

BIOVERFÜGB.
50 %
Vd
21 l
12 h
PROTEINBINDUNG
87 %
METABOLISMUS
CYP3A4 (teilweise)
AUSSCHEIDUNG
27 % renal
SUBSTRAT
P-Glykoprotein, BCRP
WIRKUNGSEINTRITT
3–4 h

Nebenwirkungen nach Häufigkeit

≥ 10 %
Hämatome, Nasenbluten
1–10 %
Gastrointestinale Blutung, Anämie, Hämaturie
< 1 %
Intrakranielle Blutung, spinales Hämatom