Regitin · Rogitine · OraVerse
Nicht-selektiver Alphablocker mit Wirkungseintritt innerhalb von Minuten und Dauer unter einer halben Stunde. Nischenpräparat: katecholamininduzierte hypertensive Krise — Phäochromozytom, Kokain- und Amphetaminintoxikation, MAO-Hemmer-Krise — sowie Lokalbehandlung der Hautnekrose nach Extravasation von Noradrenalin.
Reine Alphablockade bewirkt ungehemmte Betastimulation mit Tachykardie und Arrhythmierisiko. Vermeiden bei Koronararterienerkrankung ohne gleichzeitige Frequenzkontrolle.
| Indikation | Dosierung | Hinweis |
|---|---|---|
| Hypertensive Krise bei Phäochromozytom | 5–15 mg i.v. als Bolus alle 5–15 Minuten | gegen den Blutdruck titrieren |
| Kontinuierliche Infusion | Start bei 0,1 mg/min i.v., Steigerung in Schritten von 0,1 mg | bei ausgeprägter Katecholaminausschüttung |
| Kokain- oder Amphetamin-induzierte Hypertonie | 5 mg i.v., kann wiederholt werden | vor einer eventuellen Betablockade geben |
| Extravasation von Noradrenalin | 5–10 mg verdünnt in 10 ml NaCl, lokal in das Gebiet injiziert | innerhalb von 12 Stunden nach der Extravasation |
Keine etablierte Dosisanpassung. Nach Wirkung titrieren.
Keine etablierte Dosisanpassung.
0,05–0,1 mg/kg i.v. als Bolus (max. 5 mg). Bei Extravasation 0,1–0,2 mg/kg lokal, max. 10 mg.
Kein generelles Erstlinienmedikament bei hypertensiver Krise — für nachgewiesenen oder stark vermuteten Katecholaminüberschuss reservieren. Bei ischämischer Herzerkrankung sollte nach etablierter Alphablockade eine Betablockade gegeben werden, um die Reflextachykardie zu dämpfen.