Brevibloc
Der Betablocker, den man wählt, wenn man die Entscheidung rückgängig machen können möchte. Die Halbwertszeit beträgt 9 Minuten und der Effekt ist 20–30 Minuten nach Beendigung der Infusion verschwunden, was ihn bei Patienten nützlich macht, bei denen Betablockade erwünscht, aber riskant ist — drohende Herzinsuffizienz, obstruktive Lungenerkrankung, unklare Hämodynamik.
Vermeiden bei akuter Herzinsuffizienz, AV-Block II–III ohne Schrittmacher und kardiogenem Schock. Bolusdosen können ausgeprägten Blutdruckabfall verursachen.
| Indikation | Dosierung | Hinweis |
|---|---|---|
| Hypertensive Krise | Ladedosis 500 µg/kg i.v. über 1 Minute, danach Infusion 25–50 µg/kg/min | alle 4 Minuten titrieren |
| Aortendissektion | Gleiche Ladedosis, gegen Puls < 60/min und systolisch < 120 mmHg titrieren | Betablockade vor Vasodilatatoren |
| Perioperative Tachykardie und Hypertonie | Infusion 25–300 µg/kg/min | Bolus 300 µg/kg kann während der Infusion wiederholt werden |
| Frequenzregelung bei supraventrikulärer Tachykardie | 500 µg/kg Bolus, danach 50–200 µg/kg/min | max. 300 µg/kg/min |
Keine Dosisanpassung von Esmolol. Der saure Metabolit akkumuliert bei ausgeprägter Niereninsuffizienz, ist aber klinisch inaktiv.
Keine Dosisanpassung — wird durch Esterasen in den Erythrozyten hydrolysiert.
Ladedosis 500 µg/kg i.v. über 1 Minute, danach 50–300 µg/kg/min.
Nicht als alleinige Behandlung bei Phäochromozytom, Kokain- oder Amphetamin-induzierter Hypertonie geben — ungehemmte Alphastimulation erhöht den Druck weiter. Erst Alphablockade geben.