Nasonex · Mometason Sandoz · Avamys
Nasales Glukokortikoid mit der geringsten systemischen Bioverfügbarkeit der verfügbaren Präparate — unter 0,1 % werden resorbiert. Die Wirkung ist nicht sofortig: bei allergischer Rhinitis ist nach 2 Wochen, bei Nasenpolypen nach 5–6 Wochen zu bewerten. Das häufigste Behandlungsversagen beruht nicht auf unzureichender Wirkung des Präparats, sondern auf falscher Sprühtechnik und fehlender regelmäßiger Anwendung.
Wirkung tritt nicht sofort ein — das Präparat eignet sich nicht als Akutmedikament und soll täglich eingenommen werden, auch wenn keine Symptome vorhanden sind. Bei Nasenbluten Technik überprüfen und Näsebeschichtung zur Nase nicht statt zur Nasenwand sprühen.
| Indikation | Dosierung | Hinweis |
|---|---|---|
| Allergische Rhinitis, Erwachsene | 2 Sprühstöße à 50 µg in jedes Nasenloch einmal täglich (200 µg/Tag) | auf 1 Sprühstoß pro Nasenloch als Erhaltung reduzieren |
| Saisonale allergische Rhinitis, Prophylaxe | 200 µg/Tag mit Beginn 2–4 Wochen vor erwarteter Pollensaison | prophylaktischer Beginn ergibt deutlich bessere Symptomkontrolle |
| Nasenpolypen, Erwachsene ab 18 Jahren | 2 Sprühstöße in jedes Nasenloch einmal täglich (200 µg/Tag), bei unzureichender Wirkung 2 Sprühstöße × 2 (400 µg/Tag) | nach 5–6 Wochen bewerten; Wirkung auf Polypengröße kommt langsam |
| Kinder 3–11 Jahre | 1 Sprühstoß à 50 µg in jedes Nasenloch einmal täglich (100 µg/Tag) | niedrigste wirksame Dosis, Längenwachstum kontrollieren |
| Auswertung | Wirkung nach 2 Wochen bei Rhinitis, nach 5–6 Wochen bei Polypen bewerten | fehlende Wirkung beruht meist auf Technik oder Compliance |
Keine Dosisanpassung — systemische Exposition ist vernachlässigbar.
Keine Dosisanpassung bei leichter bis mäßiger Leberinsuffizienz; theoretisch erhöhte systemische Exposition bei schwerer Leberinsuffizienz.
Ab 3 Jahren: 100 µg/Tag. Unter 3 Jahren nicht angewendet. Längenwachstum bei Langzeitbehandlung kontrollieren.
Nicht ohne Erklärung der Technik verschreiben. Der Patient soll den Kopf leicht nach vorne neigen, mit der rechten Hand in das linke Nasenloch sprühen (und umgekehrt), und zur äußeren Nasenwand, nicht zur Nasenscheidewand hin sprühen — genau umgekehrt ist die häufigste Fehltechnik und verursacht Nasenbluten.