ACE-HemmerKONTRAINDIZIERT IN DER SCHWANGERSCHAFT

Enalapril

Renitec · Enalapril Sandoz

Prodrug, das zu Enalaprilat hydrolysiert wird. Senkt die Mortalität bei Herzinsuffizienz mit eingeschränkter Ejektionsfraktion — der Effekt ist dosisabhängig, und Unterdosierung ist häufiger als Nebenwirkungen als Grund für den ausbleibenden Nutzen.

WARNHINWEIS

Kontraindiziert während der Schwangerschaft — Fruchtschäden im zweiten und dritten Trimester. Angioödem kann jederzeit während der Behandlung auftreten.

Dosierung bei Erwachsenen

Nach Indikationuppdaterad 2026-08-19
IndikationDosierungHinweis
Herzinsuffizienz (HFrEF)2,5 mg × 2 p.o., alle zwei Wochen verdoppeln auf 10–20 mg × 2Zieldosis, nicht Symptomdosis
Hypertonie5–10 mg p.o. täglich, bis zu 40 mgkann einmal täglich gegeben werden
Diabetische Nephropathie10–20 mg täglichgegen Albuminurie titrieren
Einleitung bei niedrigem Volumen1,25–2,5 mg als TestdosisRisiko eines ausgeprägten Erstdosen-Blutdruckabfalls
Niereninsuffizienz

Dosis reduzieren bei eGFR < 30. Ein Kreatininanstieg von bis zu 30 % nach Einleitung ist zu erwarten und kein Grund zum Absetzen.

Leberfunktionsstörung

Vorsicht — die Aktivierung erfolgt in der Leber.

Kinder

0,08 mg/kg täglich als Startdosis, verordnet durch Kindernephrologen oder Kinderkardiologen.

Fallstrick

ACE-Hemmer nicht mit ARB kombinieren. Bei Angioödem ist ein Wechsel zu ARB möglich, erfordert aber sorgfältige Aufklärung — das Rezidivrisiko ist nicht null.

Pharmakokinetik

BIOVERFÜGB.
60 %
Vd
1,7 l/kg
11 h (Enalaprilat)
PROTEINBINDUNG
50–60 %
METABOLISMUS
Hepatische Hydrolyse
AUSSCHEIDUNG
Renal
WIRKUNGSEINTRITT
1 h · Maximum 4–6 h
WIRKUNGSDAUER
12–24 h

Nebenwirkungen nach Häufigkeit

≥ 10 %
Trockener Reizhusten, Schwindel, Hyperkaliämie
1–10 %
Kreatininanstieg, Hypotonie, Geschmacksstörung, Müdigkeit
< 1 %
Angioödem, akutes Nierenversagen bei beidseitiger Nierenarterienstenose, Neutropenie