Vasotec IV
Der aktive Metabolit von Enalapril, direkt intravenös gegeben. Wird selten bei hypertensiver Krise eingesetzt: Der Wirkungseintritt ist langsam, die Dauer beträgt 8–24 Stunden und der Effekt variiert stark zwischen Individuen, da er durch Plasmavolumen und Reninaktivität gesteuert wird.
Kontraindiziert in der Schwangerschaft — ACE-Hemmer im zweiten und dritten Trimester verursachen Fruchtschäden und Fruchtod. Hypovolume oder reninstimulierte Patienten können nach der Startdosis eine tiefe, anhaltende Hypotonie entwickeln.
| Indikation | Dosierung | Hinweis |
|---|---|---|
| Hypertensive Krise | 1,25 mg i.v. über 5 Minuten | mindestens 1 Stunde evaluieren vor Dosiserhöhung |
| Wiederholte Dosierung | 1,25 mg i.v. alle 6 Stunden | max. 5 mg i.v. alle 6 Stunden |
| Patient unter Diuretika | 0,625 mg i.v. als erste Dosis | hohes Risiko für ausgeprägten Blutdruckabfall |
| Akute linksventrikuläre Insuffizienz | 0,625–1,25 mg i.v. | zweite Wahl, Steuerbarkeit ist schlecht |
eGFR < 30 ml/min: Startdosis 0,625 mg i.v. Kalium und Kreatinin verfolgen.
Keine Anpassung — Enalaprilat ist bereits die aktive Form und benötigt keine Leberaktivierung.
5–10 µg/kg i.v. alle 8–24 Stunden. ACE-Hemmer werden bei Neugeborenen vermieden.
Falsches Arzneimittel, wenn der Blutdruck rückgängig gemacht werden können muss: Die Dauer beträgt bis zu einem Tag und der Effekt ist unvorhersehbar. Vollständig vermeiden in der Schwangerschaft, bei beidseitiger Nierenarterienstenose und bei akutem Myokardinfarkt mit drohender Hypotonie.