Tambocor
Starker Natriumkanalblocker mit ausgeprägter Wirkung auf Vorhofrhythmusstörungen bei herzgesunden Patienten. Die CAST-Studie zeigte eine erhöhte Mortalität nach Myokardinfarkt — diese Einschränkung ist bis heute das wichtigste Merkmal des Präparats.
Erhöhte Mortalität bei struktureller Herzerkrankung und nach Myokardinfarkt. Kontraindiziert bei ischämischer Herzerkrankung und eingeschränkter Linksventrikelfunktion.
| Indikation | Dosierung | Hinweis |
|---|---|---|
| Paroxysmales Vorhofflimmern, Erhaltung | 50–100 mg × 2 p.o. | immer zusammen mit AV-bremsendem Mittel |
| "Pill in the pocket" | 200–300 mg p.o. als Einzeldosis | zunächst in überwachter Umgebung evaluiert |
| Pharmakologische Konversion i.v. | 2 mg/kg über 10 min, max. 150 mg | unter EKG-Überwachung |
| Supraventrikuläre Tachykardie | 50 mg × 2 p.o., bis 100 mg × 2 | zweite Wahl |
Dosis reduzieren bei eGFR < 35; wird zu großem Teil renal ausgeschieden.
Dosis reduzieren und Plasmakonzentration kontrollieren bei eingeschränkter Leberfunktion.
Nur Kinderkardiologe; Dosierung nach Körperoberfläche.
Niemals ohne gleichzeitige AV-bremsende Behandlung geben: Flecainid kann Vorhofflimmern in langsames Vorhofflattern umwandeln, das 1:1 mit einer Kammerfrequenz über 200 übergeleitet wird.