Sotacor
Racemat mit nicht-selektiver Betablockade in niedriger Dosis und Kaliumkanalblockade in höherer. Der Effekt ist dosisabhängig auf eine Weise, die das proarrhythmische Risiko schneller ansteigen lässt als den Rhythmuseffekt.
Torsades de pointes, besonders bei Niereninsuffizienz, Hypokaliämie, weiblichem Geschlecht und Bradykardie. Die Einleitung erfordert EKG-Monitoring für mindestens drei Tage.
| Indikation | Dosierung | Hinweis |
|---|---|---|
| Frequenzkontrolle bei Vorhofflimmern | 80 mg × 2 p.o., titriert auf 120–160 mg × 2 | frühestens alle 3 Tage erhöhen |
| Ventrikuläre Arrhythmie | 80 mg × 2 p.o., bis 160 mg × 2 | Spezialistenindikation |
| Niereninsuffizienz (eGFR 30–60) | Halbierte Dosierungsfrequenz: einmal täglich | eGFR < 30: vermeiden |
| Absetzen | Über 1–2 Wochen ausschleichen | abruptes Absetzen verursacht Rebound-Tachykardie |
Wird vollständig renal ausgeschieden. Dosierungsfrequenz halbieren bei eGFR 30–60; bei eGFR unter 30 vermeiden.
Keine Anpassung — wird nicht in der Leber metabolisiert.
Selten indiziert; nur durch Kinderkardiologen.
Nicht einleiten bei QTc > 450 ms, eGFR < 30 oder unkorriger Hypokaliämie. Die Kombination Niereninsuffizienz und Diuretikum ist der häufigste Hintergrund für sotalolinduzierte Torsades.