Cleviprex
Ultrakurzwirksames Dihydropyridin, das durch Esterasen in Blut und Gewebe abgebaut wird — die Halbwertszeit beträgt 5 Minuten und die Wirkung ist Minute für Minute steuerbar. Selektiv für glatte Muskulatur der Gefäßwand: senkt den systemvaskulären Widerstand, ohne Kontraktilität, Reizleitung oder Füllungsdrücke zu beeinflussen.
Wird in einer Lipidemulsion mit Soja und Ei verabreicht — kontraindiziert bei Überempfindlichkeit gegen diese, bei defektem Lipidstoffwechsel und bei ausgeprägter Aortenstenose. Erfordert kontinuierliche Blutdrucküberwachung.
| Indikation | Dosierung | Hinweis |
|---|---|---|
| Hypertensive Krise | Startdosis 1–2 mg/Stunde i.v., Verdoppelung alle 90 Sekunden bis Ziel erreicht | schnelle Titrierung dank kurzer Halbwertszeit möglich |
| Übliche therapeutische Dosis | 4–6 mg/Stunde i.v. | die meisten Patienten werden in diesem Bereich kontrolliert |
| Perioperative Hypertonie | 1–2 mg/Stunde i.v., gegen Zieldruck titrieren | prä-, intra- und postoperativ |
| Maximaldosis | 21 mg/Stunde i.v. | Lipidemulsion begrenzt auf 1 000 ml pro Tag |
Keine Dosisanpassung. Metabolisierung durch Esterasen, nicht durch die Niere.
Keine Dosisanpassung. Kein hepatischer Metabolismus.
Unzureichende Dokumentation bei Kindern. Nicht routinemäßig eingesetzt.
Bei Überempfindlichkeit gegen Soja oder Ei sowie bei ausgeprägter Aortenstenose vermeiden — die schnelle Nachlastsenkung kann beim aortenstenose-Patienten kreislaufkollaps verursachen. Kein Einsatz bei Panhypoproteinämie oder gestörtem Lipidstoffwechsel.