Cardene
Intravenöser Dihydropyridin-Kalziumantagonist mit rascher Steuerbarkeit und klarer Gefäßselektivität ohne negativ inotrope Wirkung — was ihn bei hypertensiver Krise beim herzinsuffizienten Patienten bevorzugbar macht gegenüber Labetalol. Häufig eingesetzt bei hypertensiver Enzephalopathie und bei neurochirurgischen Eingriffen wo präzise Blutdruckkontrolle benötigt wird.
Wirkungsdauer 1,5–5 Stunden: eine Überdosierung kann nicht wegtitiert werden. Nicht bei ausgeprägter Aortenstenose geben.
| Indikation | Dosierung | Hinweis |
|---|---|---|
| Hypertensive Krise | 5 mg/Stunde i.v., alle 5–15 Minuten um 2,5 mg/Stunde erhöhen | übliches Intervall 5–15 mg/Stunde |
| Erhaltung nach Zielung | 3 mg/Stunde i.v. | Dosis senken wenn Zieldruck erreicht |
| Schwer behandelbare Hypertonie | bis zu 30 mg/Stunde i.v. | nur unter kontinuierlicher Überwachung |
| Schwangerschaftsinduzierte Hypertonie | 5 mg/Stunde i.v., titrieren | gemäß geburtshilflicher Leitlinie |
Langsam titrieren. Aktive Metaboliten können bei ausgeprägter Niereninsuffizienz akkumulieren.
Startdosis reduzieren bei eingeschränkter Leberfunktion; der Metabolismus ist vollständig hepatisch über CYP3A4.
0,5–3 µg/kg/min i.v., auf pädiatrisch-kardiologische Verordnung.
Bei laufender Myokardischämie ohne gleichzeitige Betablockade vermeiden — die Reflextachykardie erhöht den Sauerstoffverbrauch. Nicht in periphere Vene geben ohne regelmäßigen Wechsel — Thrombophlebitis nach einigen Stunden.