Noradrenalin Hameln · Levophed
Standardvasopressor beim septischen Schock und beim Vasoplegie-Syndrom nach herzchirurgischem Eingriff. Dominante α₁-Wirkung erhöht den systemvaskulären Widerstand und den MAP, mit geringer β₁-Wirkung die Herzfrequenz und Herzminutenvolumen kaum verändert. SSC-Leitlinien empfehlen Noradrenalin als Erstmittel mit MAP-Ziel ≥ 65 mmHg. Extravasation ist die häufigste Komplikation bei peripherer Gabe — Phentolamin lokal geben wenn Gewebsverfärbung auftritt.
Extravasation verursacht Gewebsnekrose. Bevorzugt in zentralem Zugang geben; bei peripherer Anwendung große Vene erforderlich und stündliche Kontrolle der Infusionsstelle.
| Indikation | Dosierung | Hinweis |
|---|---|---|
| Septischer Schock | 0,05–0,5 µg/kg/min i.v., gegen MAP ≥ 65 mmHg titrieren | früh beginnen, nicht auf zentralen Zugang warten |
| Kardiogener Schock mit niedrigem MAP | 0,05–0,3 µg/kg/min | oft in Kombination mit Inotropikum |
| Postoperative Vasoplegie | 0,02–0,2 µg/kg/min | Flüssigkeitsstatus parallel bewerten |
| Ausschleichen | in Schritten von 0,02 µg/kg/min | MAP und Laktat kontrollieren |
Keine Dosisanpassung.
Keine Dosisanpassung.
0,05–2 µg/kg/min i.v., auf intensivmedizinische Verordnung.
Vasopressor ersetzt nicht Volumen. Beim eindeutig hypovolämischen Patienten ohne Flüssigkeitsreagibilität-Beurteilung maskiert Noradrenalin das Problem. Extravasation sofort mit Phentolamin 5–10 mg subkutan lokal behandeln wenn Gewebsreaktion auftritt.