Empressin
Vasopressor, der außerhalb des adrenergen Systems wirkt und daher seine Wirkung beibehält wenn die Katecholaminantwort bei Azidose und prolongierter Sepsis versagt. V₁-vermittelte Vasokonstriktion erhöht den systemischen Gefäßwiderstand ohne das Herzminutenvolumen zu steigern und ohne chronotropen Effekt — was das Präparat nützlich macht ist, dass es den MAP anhebt und eine Reduktion der Noradrenalindosis erlaubt ohne eine arrhythmische Belastung hinzuzufügen. Wird als feste Dosis gegeben, nicht als titrierter Hauptvasopressor.
Reine Vasokonstriktion ohne Inotropie. Bei Dosen über 0,04 E/min steigt das Risiko für digitale, kutane und splanchnische Ischämie deutlich, und das Herzminutenvolumen kann fallen. Nicht nach oben titrieren bei unzureichendem Effekt — stattdessen andere Behandlung hinzufügen oder optimieren. Extravasation verursacht Hautnekrose.
| Indikation | Dosierung | Hinweis |
|---|---|---|
| Septischer Schock, Zusatz zu Noradrenalin | 0,01–0,04 E/min i.v. als kontinuierliche Infusion, feste Dosis | einleiten wenn der Noradrenalibedarf steigt, nicht als Erstlinienmittel |
| Übliche Zieldosis | 0,03–0,04 E/min | nicht gegen MAP titriert, höhere Dosen ergeben Ischämie ohne hämodynamischen Gewinn |
| Katecholaminrefraktärer vasodilatatorischer Schock | 0,01–0,04 E/min als Zusatz | zum Beispiel postoperative Vasoplegia nach Herzchirurgie |
| Absetzen | Schrittweise in Schritten von 0,01 E/min nach Noradrenalinreduktion | abruptes Absetzen verursacht Blutdruckabfall |
| Herzstillstand | 40 E i.v. als Einmalbolus | in aktuellen europäischen Reanimationsleitlinien nicht enthalten, Adrenalin ist erste Wahl |
Keine etablierte Dosisanpassung. V₂-Effekt ergibt Wasserretention und Hyponatriämie — Natrium und Diurese verfolgen.
Keine etablierte Dosisanpassung.
Unzureichende Dokumentation; nur auf kinderintensivmedizinische Verordnung.
Nicht als einziger Vasopressor und Dosissteigerung über 0,04 E/min vermeiden. Vasopressin hebt den Druck ohne den Fluss zu heben, so dass bei Patienten mit kardiogener Komponente der MAP besser aussehen kann während das Herzminutenvolumen und die Organperfusion schlechter werden — immer Laktat, Diurese und periphere Durchblutung beurteilen, nicht nur den Druckwert.