Back to Kurse

Klinische Echokardiographie

0% Complete
0/0 Steps
  1. Einführung in Ultraschall und Echokardiographie
    12Themen
  2. Hämodynamische Prinzipien und Berechnungen
    5Themen
  3. Die echokardiographische Untersuchung
    3Themen
  4. Linksventrikuläre Funktion
    11Themen
  5. Linksventrikuläre diastolische Funktion
    3Themen
  6. Kardiomyopathien
    7Themen
  7. Herzklappenerkrankungen
    8Themen
  8. Verschiedene Krankheiten und Zustände
    5Themen
  9. Perikarderkrankung
    2Themen
Lektion Progress
0% Complete

Pulmonalklappeninsuffizienz

Die Mehrheit aller Erwachsenen weist eine geringe Pulmonalklappeninsuffizienz auf, was als Normalbefund angesehen wird. Die Insuffizienz führt dazu, dass Blut während der Diastole von der Pulmonalarterien in den rechten Ventrikel zurückfließt. Die häufigste Ursache einer abnormalen Pulmonalklappeninsuffizienz ist die pulmonale Hypertonie. Tabelle 1 zeigt die Ursachen der Pulmonalklappeninsuffizienz.

Eine leichte Pulmonalklappeninsuffizienz ist ein echokardiographischer Normalbefund, der keiner weiteren Abklärung bedarf.

Tabelle 1. Ursachen der Pulmonalklappeninsuffizienz
Pulmonale Hypertonie
Endokarditis
Myxom
Karzinoidherzerkankungen
Fallot-Tetralogie
Marfan-Syndrom
Takayasus Arteriitis
Iatrogen (z.B. Komplikation eines Herzkatheters)
Kongenitale Dysplasie/Aplasie der Pulmonalklappe
Idiopathische Lungenarteriendilatation
Ursachen der Pulmonalklappeninsuffizienz

Eine Pulmonalklappeninsuffizienz führt zu einer rechtsventrikulären Volumenüberlastung, die nach und nach zu einer rechtsventrikulären Insuffizienz führt. Der Ventrikel und der rechtsventrikuläre Ausflusstrakt dilatieren, was die Insuffizienz weiter verschärft. Der proximale Teil der Pulmonalarterie kann auch bei Patienten mit pulmonaler Hypertonie erweitert sein.

Echokardiographie bei Pulmonalklappeninsuffizienz

Die Echokardiographie ist das bildgebende Verfahren der Wahl für die Diagnose einer Pulmonalklappeninsuffizienz. Der kontinuierliche Doppler durch die Pulmonalklappe zeigt einen zurückströmenden Blutfluss im parasternalen Kurzachsenschnitt. Druckgradienten und Druckhalbwertszeit (PHT) werden ebenfalls mit kontinuierlichem Doppler geschätzt. Ein dichter Insuffizienzjet mit schneller Dezeleration (kurze PHT) deutet auf eine schwere Insuffizienz hin. Die Leckage endet normalerweise früh in der Diastole, was anhand der Spektralkurve, die vor Ende der Diastole die Grundlinie erreicht, erkennbar wird.

error: Contact us for permission to use contents. Permission will be granted for non-profit sites.