Meronem · Meropenem Sandoz · Meropenem Fresenius
Die letzte Abwehrlinie gegen grampositive und gramnegative Erreger einschließlich ESBL-produzierender Bakterien, und daher das Präparat, das am sorgfältigsten rationell eingesetzt werden muss. Die pharmakokinetische Grundlage ist zeitabhängige Wirkung — die Zeit über der MHK entscheidet, nicht die Spitzenkonzentration, was verlängerte Infusion über 3 Stunden bei schwierigen Erregern rechtfertigt.
Senkt die Valproatkonzentration um 60–100 % innerhalb weniger Tage und löst Durchbruchanfälle aus — bei gleichzeitiger Valproattherapie alternativen Wirkstoff erwägen oder Antiepileptikum wechseln, und Valproatspiegel täglich kontrollieren.
| Indikation | Dosierung | Hinweis |
|---|---|---|
| Sepsis und septischer Schock | 1 g i.v. × 3 | Extradosis 1 g vier Stunden nach der ersten Dosis |
| Schwere Infektion oder hohe MHK | 2 g i.v. × 3 | verlängerte Infusion über 3 Stunden erwägen |
| Bakterielle Meningitis | 2 g i.v. × 3 | erforderlich für adäquate Liquorkonzentration |
| Febrile Neutropenie | 1 g i.v. × 3 | bei Versagen auf Piperacillin/Tazobactam |
| Verifiziertes ESBL in Blutkultur | 1 g i.v. × 3 | Mittel der ersten Wahl — nicht Piperacillin/Tazobactam |
eGFR über 50 ml/min: keine Anpassung. eGFR 26–50 ml/min: normale Einzeldosis alle 12 Stunden. eGFR 10–25 ml/min: halbe Einzeldosis alle 12 Stunden. eGFR unter 10 ml/min: halbe Einzeldosis alle 24 Stunden. Bei CRRT: 1–2 g alle 12 Stunden nach lokaler Leitlinie.
Keine Dosisanpassung.
40 mg/kg × 3 (max. 2 g pro Dosis) für Sepsis und Pneumonie; 40 mg/kg × 3 (max. 2 g) bei Meningitis.
Nicht als empirisches Erstlinienpräparat bei ambulant erworbener Sepsis beim Patienten ohne Risikofaktoren für Multiresistenz einsetzen — Cefotaxim oder Piperacillin/Tazobactam sind äquivalent wirksam und breiten nicht so stark die Carbapenem-Resistenz aus. Nach 48–72 Stunden mit dem Kulturbefund deeskalieren.