Back to Kurse

Klinische EKG-Interpretation

0% Complete
0/0 Steps
  1. Klinische Elektrokardiographie und EKG-Interpretation
    6Themen
  2. Arrhythmologie
    24Themen
  3. Koronare (Ischämische) Herzkrankheit, akuten Koronarsyndromen und Myokardinfarkt
    21Themen
  4. Leitungsverzögerung: AV-Blöcke, Schenkelblöcke, Faszikelblöcke
    11Themen
  5. Atriale und ventrikuläre Hypertrophie und Dilatation
    5Themen
  6. Medikamente & Elektrolytstörung
    3Themen
  7. Genetik, Syndrome & Verschiedene Bedingungen
    7Themen
  8. Belastungstest (Laufbandtest, Belastungs-EKG)
    6Themen
  9. Herzschrittmacher und Herzgeräte crt icd
    6Themen
  10. Pädiatrisches und neonatales EKG
    4Themen
Lektion Progress
0% Complete

Unspezifische intraventrikuläre Leitungsstörung

Eine unspezifische intraventrikuläre Leitungsstörung besteht, wenn im EKG ein verbreiterter QRS-Komplex erscheint und weder ein Linksschenkelblock (LSB) noch ein Rechtsschenkelblock (RSB) vorliegt. Daher kann die Erscheinung einer unspezifische intraventrikuläre Leitungsstörung ziemlich nuanciert sein.

Definition und Ursachen einer unspezifischen intraventrikulären Leitungsstörung

Laut den Empfehlungen der American Heart Association/American College of Cardiology und der Heart Rhythm Society (AHA/ACCF/HRS) (2009) wird die unspezifische intraventrikuläre Leitungsstörung definiert durch „eine QRS-Dauer von mehr als 110 ms bei Erwachsenen definiert, mehr als 90 ms bei Kindern von 8 bis 16 Jahren und mehr als 80 ms bei Kindern unter 8 Jahren, ohne die Kriterien für einen Rechtsschenkelblock oder Linksschenkelblock zu erfüllen.“

Diese Leitungsstörungen können nach großen Myokardinfarkten beobachtet werden, bei denen der große nekrotische Bereich unspezifische Leitungsstörungen verursachen kann. Solche Leitungsstörungen können auch bestehende Schenkelblöcke überlagern und ihr Aussehen verändern.

Einige Patienten entwickeln unspezifische intraventrikuläre Leitungsstörungen ohne jegliche Veränderung ihres QRS-Aussehens. Solche Überleitungsstörungen können auf Myokardfibrose, Amyloidose, Kardiomyopathie oder Hypertrophie zurückzuführen sein.

Prognose der unspezifischen intraventrikulären Überleitungsstörung

Patienten mit unspezifischer intraventrikulärer Überleitungsstörung haben ein fast doppelt so hohes Risiko für Tod und Herz-Kreislauf-Tod im Vergleich zu Patienten ohne diesen Zustand, einschließlich solchen mit RSB und LSB. Dies wurde in der Coronary Heart Disease Study [1] berichtet, die 10.899 Teilnehmer mit Baseline-EKG einschrieb. Personen mit unspezifischer intraventrikulärer Überleitungsstörung hatten ein besonders hohes Risiko für Todesfälle im Zusammenhang mit Herzrhythmusstörungen.

Es ist anzumerken, dass andere Ursachen für einen breiten QRS-Komplex immer berücksichtigt werden müssen. Zum Beispiel können das Wolff-Parkinson-White-Syndrom (WPW), Schrittmacher-stimulierte Schläge, Elektrolytstörungen und Medikamente den QRS-Komplex verlängern.

Referenzen

Aro AL, Anttonen O, Tikkanen JT, et al. Intraventricular conduction delay in astandard 12-lead electrocardiogram as a predictor of mortality in the generalpopulation. Circ Arrhythm Electrophysiol 2011;4:704–710.

Eschalier R et al. Heart Rhythm. 2015 May;12(5):1071-9. Nonspecific intraventricular conduction delay: Definitions, prognosis, and implications for cardiac resynchronization therapy.

error: Contact us for permission to use contents. Permission will be granted for non-profit sites.